Hot Flowers


                

Die Sommer werden immer heißer und nicht alle Pflanzen halten dauerhaft hohen Temperaturen stand. In den Gärtnereien gibt es jedoch auch hitzeliebende Blumen, die auch an heißen Tagen wohlfühlen.

Es wird heißer!

An 46 Tagen wurden in Andau im Burgenland 2017 Temperaturen über 30°C gemessen. In Wien gab es im gleichen Jahr 28 Tropennächte mit über 20°C. Das sind keine Einzelfälle. In über 50 Gemeinden war es länger als 30 Tage extrem heiß mit über 30°C. Nicht nur für den Menschen sind diese Temperaturen eine Belastung. Viele Balkonblumen halten diesen Wetterextremen nicht Stand und können trotz guter Pflege nicht überleben. Um trotzdem den Sommer über einen ansprechenden Balkon zu haben, ist die richtige Auswahl der Pflanzenarten entscheidend. In den heimischen Gärtnereien erhält man neben praktischen Pflegetipps auch passende Balkonblumen.

Die Bewässerung

Die wichtigste Maßnahme damit die Balkonblumen auch die heißen Tage gut überstehen ist die Bewässerung. Man gießt die Pflanzen einmal am Tag, wenn die Erde trocken ist. Dafür steckt man am besten die Finger in die Erde und fühlt, ob die Erde noch feucht ist. Gegossen wird entweder zeitig am Morgen oder am späteren Abend. Unter Tags ist es zu heiß, das Wasser verdunstet zu rasch und Wasser auf den Blättern kann zu Verbrennungen führen. Damit man nicht so häufig gießen muss, empfiehlt sich der Kauf von möglichst breiten und tiefen Balkonkisterln. Es gibt auch Kästen mit eingebautem Wassertank. Mehr Blumenerde im Kisterl bedeutet auch mehr gespeichertes Wasser. Allen Balkonblumen, die besonders heiße Temperaturen vertragen, ist gemein, dass sie Staunässe nicht gut vertragen. Daher ist qualitativ hochwertige Blumenerde unerlässlich.

Die Blumenerde

Die richtige Pflanzerde enthält Torf und Ton, da diese beiden Bestandteile Wasser gut speichern. Zusätzlich sind noch Kompost, Rindenhumus und Holz- oder Kokosfasern enthalten. Vom Kauf von sehr billigen Erden ist abzuraten, da diese kaum Ton enthalten und damit weniger Wasser speichern. Im Fachhandel werden auch Erden mit integriertem Wasserspeicher angeboten. Diese Blumenerden enthalten ein Granulat, das Wasser speichert und es wieder an die Wurzeln abgibt. Dieses Granulat ist auch in Beuteln erhältlich und kann auch selbst unter die Blumenerde gemischt werden.

Düngung

Gut ernährte Pflanzen sind vital und können mit Stress wie Hitze und Trockenheit besser umgehen als schlecht ernährte Pflanzen. Damit die Pflanzen ausreichend mit Nährstoffen versorgt sind, ist es wichtig ausreichend zu düngen. Dabei muss man drauf achten, ob die Blumenerde bereits Depotdünger enthält. Blumenerden mit Dünger sind in der Anschaffung teurer als ungedüngte Erden. Je nach Menge und Art des enthaltenen Dauerdüngers ist die Nachdüngung erst nach mehreren Wochen oder gar Monaten erforderlich. Wenn man sich für eine ungedüngte Blumenerde entscheidet bzw. zur Nachdüngung empfiehlt sich Flüssigdünger. Beim Kauf von Dünger ist auf das Verhältnis von Stickstoff (N) zu Phosphor (P) und Kali (K) zu achten. Qualitativ hochwertiger Dünger hat ein Verhältnis von 8-8-6 (N-P-K). Die Düngung erfolgt einmal pro Woche.

Der Balkon im Urlaub

Balkonien ist ein schöner Urlaubsort. Wenn man lieber doch etwas weiter weg auf Urlaub fährt, kann man einige Maßnahmen treffen, damit auch die Pflanzen die Urlaubszeit gut überstehen. Toll ist es, wenn man jemanden hat, der in der Abwesenheit die Blumen gießt. Wenn man nicht auf Familie, Freunde oder Nachbarn zurückgreifen kann, gibt es doch ein paar Möglichkeiten um die Pflanzen zu versorgen.

Zuerst schneidet man alle verdorrten Blätter und Blüten weg. Viele Balkonblumen kann man generell ordentlich zurück schneiden. Die Pflanze bildet in der Urlaubszeit neue Blattmasse und setzt auch neue Blüten an. Welche Pflanzen man zurückschneiden kann, erfährt man in der Gärtnerei. Die Pflanzen werden auf Schädlinge kontrolliert und bei Bedarf entsprechende Maßnahmen gesetzt. Die Bewässerung kann man entweder selbst bauen oder auch kaufen. Eine sehr einfache Methode um Pflanzen zu versorgen ist, in dem man Plastikflaschen mit Wasser füllt, einige kleine Löcher in den Deckel bohrt und diese verkehr herum in die Erde steckt. Das Wasser wird langsam an die Erde abgegeben. Ähnlich funktionieren Wasserspeicher, die das Wasser über einen Tonkegel abgeben. Die Wassermenge ist jedoch deutlich geringer. Ebenfalls über Tonkegel funktioniert eine Tröpfchenbewässerung, deren Kegel über Schläuche mit einem Wassertank verbunden sind. Diese erhält man im Fachhandel. Eine andere Methode für Bastler ist die Baumwolldochtmethode. Dazu wird ein Docht aus Baumwolle am Boden eines Kübels fixiert, der höher steht als die Pflanzen. Das andere Ende des Dochts wird in der Blumenerde nahe der Pflanze vergraben. Dadurch saugt die Erde laufend Wasser nach.

Hier finden Sie die Broschüre zu "Hot Flowers":   Download: hotflowers.pdf (1.72 MB)    

 

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