15 Jahre Wiener Gärtnerinnen

Engagement und Innovation stärken Wiener Gartenbau

(Bauernzeitung Nr. 6, 7.2.2013)

Jubiläum - Die Wiener Gärtnerinnen sind eine treibende Kraft des Gartenbaus in der Bundeshauptstadt - jetzt feiert die Fachgruppe auch ihr 15-jähriges Jubiläum.


Der „Tag der Gärtnerinnen“ stand auch in diesem Jahr ganz im Zeichen eines bunten Programms. Die Obfrau der Wiener Gärtnerinnen, Anneliese Schippani, freute sich, nicht nur viele Gärtnerinnen begrüßenzu können – sondern auch Vertreterinnen und Vertreter befreundeter Organisationen und Berufsvertretungen. Dazu gehörten unter anderem LK-Präsident NAbg. Franz Windisch, Kammerdirektor Robert Fitzthum, Vizepräsident Leopold Waclawek, GR Martin Flicker, Landesbäuerin Irene Trunner, NÖ-Landesobmann Ök.-Rat Leopold Brazda, NAbg. a.D. Ök.-Rat Hildegard Schorn, sowie vom Bundesverband der Österreichischen Gärtner Präsident Ök.-Rat Albert Trinkl. Einen ganz besonderen Dank sprach sie den Hauptsponsoren von der Gärtnerbank mit Peter Böhm, der Hagelversicherung mit Barbara Jaunecker und der Bio-Help vertreten durch Dr. Michael Gross aus.

Zu klaren Vorhaben stehen und Erfolg „ernten“

Wichtige Anregungen holten sich die Gärtnerinnen bei einem Vortrag von Mentaltrainer Klaus Leitner: „Erfolg ist Kopfsache. Spitzensportlerwissen das schon längst. Sie wissen auch, wie sie sich motivieren,um eigene Ziele selbstbewusst zu verwirklichen. Dies und vieles mehr können wir von ihnen lernen. Klare Gedanken sind dabei von zentraler Bedeutung. Wenn man zu sich selbst und zu seinem Vorhaben steht, kann man seine Gedanken und das Vertrauen in sich selbst als Schlüssel für Lernen, Weiterentwicklung und Erfolg nützen.“

Mit Worten wie diesen wurde sogleich ein fließende rÜbergang zu den Bedürfnissendes eignen Berufsstands vollzogen, denn nicht nur Sportler brauchen Erfolge. „Auch wir als Gärtnerinnen und Botschafter unseres Gemüses möchten Erfolge ernten. Bevor sich aber ein Erfolg einstellt, müssen wir uns im Klaren darüber sein, was wir genau bewirken wollen“, meinteSchippani und leitete so eine interessante Diskussion ein. Damit wurde auch erneut ein Anstoß dazu gegeben, den Wiener Gartenbau noch attraktiver zu machen und dabei sowohl die Individualität, als auch die Marktposition zu stärken. LK-Präsident Windisch bekräftigt: „Die Fachgruppe der Wiener Gärtnerinnen kann heute nach 15-jährigem Bestehen auf bewegte Zeiten zurückblicken. Doch das Engagement für die Gruppe und der Einsatz für die Produkte haben sich in all den Jahren kaum verändert. Heute stehen die Begriffe Innovation und Entwicklung mehr denn je im Mittelpunkt.“

Konsumenten für Produkte sensibilisieren

Neue Wege, wie Premiumprodukte, regionale Vermarktung und Investitionen in betriebliches Know-how bescherten in vielerlei Hinsicht Erfolge. „Wir dürfen aber nicht locker lassen. Heute ist der Konsument unser Verbündeter, nur müssen wir ihn auch gewinnen und ihn für unsere Produkte sensibilisieren.“ Der Präsident des Bundesgartenbauverbands, Albert Trinkl, umriss die aktuelle Situationdes Gartenbaus. Ihm sind vor allem die durchschlagenden Kostensteigerungen bei Löhnen und Energie ein Dorn im Auge. Für die Betriebe werde es zusehends schwerer, diese ohne größere Abstriche zu verdauen, so Trinkl.

Dank an authentische Botschafterinnen

Windisch dankte den Wiener Gärtnerinnen für ihre verlässliche und authentische Rolle als Botschafterinnen desWiener Gartenbaus und dessen Produkten und Leistungen. Insbesondere den alljährlichen Einsatz beim Wiener Erntedankfest, bei der GartenbaumesseTulln und deren Auftrittin den Filialen des Lebensmittelhandels würdigte er mit Nachdruck. Weiter wies er auf die herausfordernde Situationder Gärtnerinnen hin, welche vielfach einer Mehrfachbelastung standhalten müssen. Mittlerweile ist die Fachgruppe der Gärtnerinnen eine anerkannte Fachorganisation der Wiener Landwirtschaftskammer. Die LK-Wahl am 10.März ist ein wichtiger Lostag für die Zukunft des Wiener Gartenbaus. Nur eine hohe Wahlbeteiligung garantiert auch das Gewicht der Interessenvertretung bei Verhandlungen und Positionierungen. In diesem Sinne forderte PräsidentWindisch dazu auf, unbedingt im Interesse aller vom demokratischen Wahlrecht Gebrauch zu machen.