Die Freche Fritzi - das Früchtchen im Gemüsebeet

Ein frühreifes Früchtchen haben die Österreichischen Gärtner dieses Jahr zum Gemüse des Jahres gekürt: die freche Fritzi ist das Gemüse des Jahres 2017! 

Verpackter Naschspaß!

Mit der frechen Fritzi haben die Österreichischen Gärtner ein ausgefallenes Gemüse (oder ist es doch Obst?) zum „Gemüse des Jahres“ gekürt: mit der Ananaskirsche erhält eine eher unbekannte Gemüseart Einzug in das Gemüsebeet der Hobbygärtner. Die Ananaskirsche (Physalis pruinosa) ist eine Verwandte der Andenbeere. Sie reift jedoch deutlich früher! Kirschgroße, sehr süße Früchte verbergen sich in den pergamentartigen Hüllblättern des Gemüse des Jahres. Ab Juni fallen die reifen Früchte zu Boden und können gleich genascht werden.

Das Früchtchen im Gemüsebeet

Nach den letzten Spätfrösten können die Pflanzen ins Freie gesetzt werden. Für einen hohen Fruchtertrag ist Sonne oder sehr heller Halbschatten nötig. Die freche Fritzi wird ca. 60 cm hoch und fast einen Meter breit. Daher fühlt sie sich in großen Töpfen, Ampeln, Kübeln oder Trögen am wohlsten. Für die Pflanzung empfiehlt sich die Bio-Gemüseerde der Österreichischen Gärtner. Die freche Fritzi möchte regelmäßig aber sparsam gegossen werden. Für gute Erträge sollte ein- bis zweimal pro Woche gedüngt werden.

„Wenn man die freche Fritzi ins Beet gepflanzt, empfehle ich den Boden mit Mulchvlies oder Folie abzudecken, um die reifen Früchte vor Verschmutzung zu schützen. Dann steht einem reichen Fruchtgenuss nichts mehr im Weg!“, empfiehlt Gärtnermeister Albert Trinkl, Präsident des Bundesverbandes der Österreichischen Gärtner.

Ab Mitte April sind die Gemüsepflanzen in heimischen Gärtnereien erhältlich. Alle Gärtnereien, die die Freche Fritzi führen, findet man links unter Bezugsquellen.