Don Pepino - die kriminell gute Birnenmelone

Don Pepino ist das Gemüse des Jahres 2020. Die kriminell-gute Birnenmelone überrascht mit farbenfrohen Blüten und Früchten.

Mit Don Pepino wurde ein Nachtschattengewächs zum Gemüse des Jahres gewählt. Solanum muricatum oder auch Birnenmelone heißt die bei uns bisher eher unbekannte Frucht. Die Früchte sind auffällig gefärbt und haben die Größe von Birnen und schmecken wie Melone.

Pepino wächst bei uns wie die anderen Nachtschattengewächse einjährig und sollte wie Paradeiser und Paprika erst nach den Eisheiligen ins Freie gepflanzt werden. In großen Töpfen oder auch Ampeln wächst Don Pepino auch sehr gut und überzeugt auch durch den hohen Zierwert. Die Pflanze bevorzugt einen sonnigen Standort und wächst sehr buschig. Optimal sind Stäbe oder eine Rankhilfe zum Aufbinden der Äste.

Eine Besonderheit ist auch die Blüte von Don Pepino. Diese sind selbstfruchtbar und sind abhängig von der Temperatur unterschiedlich gefärbt. Bei über 27°C sind die Blüten weiß und zwischen 10 und 20°C tiefblau. Teilweise ergeben sich dadurch hübsche Muster. Wenn man Triebe ohne Blüten rechtzeitig wegschneidet, fördert das die Bildung von Früchten und erhöht die Fruchtgröße. Damit die Pflanze Früchte ansetzt, darf die Nachttemperatur 18°C nicht unterschreiten.

Die Birnenmelone benötigt regelmäßig, ausreichend Wasser, wobei Staunässe nicht gut vertragen wird. Für guten Fruchtertrag ist ein guter mit Kompost vorbereiteter Boden und die regelmäßige Nachdüngung mit Fruchtgemüsedünger notwendig. Don Pepino liebt Wärme. Die optimalen Temperaturen liegen bei 18-25°C. In kühleren Regionen ist es daher empfehlenswert die Pflanzen in große Töpfe im Gewächshaus zu setzen.

Pflege

Wie bei Tomaten kann man die Triebe ausgeizen um den Fruchtansatz zu erhöhen. Die Pflanze neigt dazu, viel Energie in das Wachstum von Blättern und Seitentrieben zu stecken. Pflanzenteile, die keine Blüten tragen, sollten aus diesem Grund möglichst schnell entfernt werden. Auf diese Weise werden die Nährstoffe und die Energie der Pflanze sinnvoll eingesetzt und nicht beim Wachstum unnötiger Seitentriebe verschwendet. Das bedeutet also, je sorgsamer die Melonenbirne geschnitten und dadurch von blütenlosen Trieben befreit wird, desto mehr und desto größere Früchte wird sie ausbilden.

Das Schneiden sollte dennoch nicht übertrieben und auch nicht zu früh durchgeführt werden. Erst wenn Knospen und Blüten klar sichtbar sind, darf man zu Messer oder Schere greifen. Anderenfalls könnten Pflanzenteile entfernt werden, die schlicht Nachzügler sind und vielleicht recht ertragreich geworden wären. Beim Schneiden von Pflanzen ist immer auf Hygiene zu achten! Das bedeutet, dass man nur Scheren und Messer zum Schneiden verwenden soll, die sauber und scharf sind. Werden Scheren oder Messer eingesetzt, die verschmutzt oder bereits zum Stutzen einer anderen Pflanze eingesetzt worden, können diese zunächst unbemerkte Krankheiten und Keime übertragen. Daher ist es wichtig, dass diese gründlich gereinigt werden. Beispielsweise mit kochendem Wasser oder Desinfektionsmittel. Ebenso sollte die Schärfe nicht vernachlässigt werden. Eine stumpfe Klinge erfordert mehr Druck, um Pflanzenteile zu durchtrennen. Dabei kommt es an der Pflanze zu Quetschungen und geschädigtem oder sogar zerstörtem Gewebe. Das stellt wiederum eine erhöhte Gefahr für eindringende Schädlinge und Keime dar.

Ernte

Von der Blüte bis zur Reife dauert es relativ lange. Nach ca. 3 Monaten sind die Früchte reif. Sie färben sich dann von grüner zu gelber Schale mit violetten Streifen um. Das reife Fruchtfleisch ist ebenfalls gelb und schmeckt wie eine Mischung aus Melone und Birne. Die Früchte können bis zu 400g schwer werden.

Geerntet werden die Früchte in reifen Zustand. Bei Zimmertemperatur sind sie 4-6 Tage genießbar. Die optimale Lagertemperatur beträgt 8-10°C und dann ist eine Lagerung bis zu 2-3 Wochen möglich. Unreif geerntete Don Pepino reifen noch etwas nach.

Wie isst man die Birnenmelone?

Don Pepino schmeckt roh sehr gut und kann mit Schale gegessen werden. Die alternative ist, sie wie Kiwis auszulöffeln. Aus dem Fruchtfleisch lassen sich aber auch alle Arten von Desserts, Marmelade, Kompott, Smoothies und auch pikante Beilagen zu Fleisch oder Fisch zaubern.

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